Letzte Aktualisierung am 2. Juni 2025
[cg_add-class=heading-style-h4]In aller Kürze
- Updates in 2026 zielen darauf ab, die Offenlegung von Informationen durch Unternehmen zu verbessern, indem eine verfeinerte Struktur und klare Leitlinien bereitgestellt werden.
- Globale Asset-Manager und politische Entscheidungsträger nutzen zunehmend CDP-Daten, um langfristige Investitionen zu differenzieren und wirksame Vorschriften zu entwerfen.
- CDP entwickelt sich im Einklang mit wichtigen globalen Rahmenwerken wie TNFD, GRI und dem GHG Protocol weiter, um einen „Write Once, Read Many”-Ansatz zu gewährleisten, der den Gesamtaufwand für die Berichterstattung reduziert.
- Die Nutzung einer Collaborative Proof Platform wie Sunhat kann den Bearbeitungsprozess deutlich vereinfachen und Fehler reduzieren
CDP 2026: Von der Datenanalyse zum Klimaschutz
CDP ist ein freiwilliges, aber weltweit anerkanntes Offenlegungssystem für Umwelttransparenz und unterhält die umfangreichste Datenbank mit Daten zu den Umweltauswirkungen von Unternehmen und Kommunen. Die Grundlage dieses Systems bildet ein jährlich aktualisierter integrierter Fragebogen, der festlegt, wie Organisationen ihre Umweltdaten melden.
Der CDP-Offenlegungszyklus 2026 markiert einen wichtigen Wandel hin zu einer umfassenderen, naturpositiven Berichterstattung. Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt ist die Nachfrage nach hochwertigen, vergleichbaren Informationen so groß wie nie zuvor. CDP entwickelt sich weiter, um dieser Nachfrage gerecht zu werden, und konzentriert sich dabei auf die Stärkung der Verbindung zwischen den von den Organisationen gemeldeten Daten und den von ihnen ergriffenen Umweltmaßnahmen.
Die wichtigsten Updates für den CDP Questionnaire 2026
1. Einführung von Reporting zum Thema Ozeane
In Anerkennung der entscheidenden Rolle der Meeresökosysteme für die globale wirtschaftliche Stabilität führt CDP erstmals Fragen zum Thema Ozeane ein.
- Für wen ist dies gedacht: Alle Organisationen, die den vollständigen Unternehmensfragebogen verwenden, können daran teilnehmen.
- Bewertung: Dieser Inhalt wird 2026 nicht bewertet, damit Unternehmen Zeit haben, entsprechende Prozesse einzurichten.
Als Reaktion auf die starke Marktnachfrage und neue Vorschriften erweitert CDP sein Rahmenwerk um den Bereich Ozeane. Somit können Organisationen wichtige Daten zur “Blue Economy” und zu marinen Biomen offenlegen. Diese Integration schließt eine erhebliche Lücke in der Berichterstattung und bietet den Kapitalmärkten die erforderliche Transparenz, um Unternehmensmaßnahmen voranzutreiben und wichtige aquatische Ökosysteme zu schützen.
2. Erweiterter Scope für Entwaldung & Natur
CDP erweitert seinen Geltungsbereich für Wälder auf Rohstoffe mit erheblichen Auswirkungen auf Entwaldung und Landnutzungsänderung:
- Neu bewertete Rohstoffe: Kakao, Kaffee und Kautschuk werden neben Holz, Palmöl, Rindern und Soja als bewertete Rohstoffe aufgenommen.
- Einheitliche Bewertung: Alle sieben Rohstoffe fließen nun in eine einzige, umfassende Waldbewertung ein. Da sie nun alle gemeinsam bewertet werden, kann ein einziges schwaches Glied die gesamte Entwaldungswertung nach unten ziehen.
CDP strebt eine umfassende Berichterstattung an, in der Unternehmen alle landbezogenen Abhängigkeiten und Risiken verwalten. Dabei konzentrieren sie sich insbesondere auf die Beseitigung der Umwandlung von Ökosystemen innerhalb globaler Lieferketten. Durch die Priorisierung von Rohstoffen mit hoher Auswirkung, wie beispielsweise Rindfleisch, Holz, Kakao und Kautschuk, entspricht das Rahmenwerk den AFi- und SBTN-Standards. Dadurch soll die Transparenz beim Schutz von Wäldern und natürlichen Ökosystemen gefördert werden.
3. Verbessertes SME-Reporting
Kleine und mittlere Unternehmen (SMEs) erhalten erhebliche Verbesserungen im Bereich der Berichterstattung:
- Die „A-Liste“ ist da: Zum ersten Mal können führende KMU eine „A“-Bewertung für den Klimawandel erreichen (bisher war die Höchstbewertung „B“).
- Neue Naturmodule: SMEs können nun über neue (nicht bewertete) Module Angaben zur Entwaldung und Wassersicherheit machen. Der SME-Fragebogen umfasst nun 10 statt 8 Module.

4. Fortlaufendes Framework Alignment
CDP verfolgt einen „Write Once, Read Many”-Ansatz:
- Aktualisierungen des Fragebogens für 2026 werden die Übereinstimmung mit den TNFD-Empfehlungen, dem GRI 303-Standard für Wasser und Abwässer sowie dem GHG Protocol Land Sector and Removals Guidance stärken.
- Einmal über CDP offengelegte Daten können zur Erfüllung verschiedener Markt-, Regulierungs- und Investorenanforderungen verwendet werden, während die Teilnehmer gleichzeitig ihren Berichtsaufwand reduzieren können.
Neue Kennzahlen in 2026
Bevor Sie mit dem Offenlegungszyklus 2026 beginnen, sollten Sie einige spezifische neue Datenpunkte beachten:
- Ozeane: Risikobewertung für maritime Abhängigkeiten, vorrangige Standorte und ozean-bezogene Ziele.
- Entwaldung: Rückverfolgbarkeit und DCF-Status (frei von Entwaldung und Umwandlung) für Kakao, Kaffee und Kautschuk.
- Wassersicherheit: Überwachung der Abwasseraufbereitung und Einleitungsvolumina sowie die Sicherstellung der regulatorischen Compliance gemäß geltenden Standards.
- Kunststoffe: Kennzahlen zu Wiederverwendungsmodellen (Refill/Rückgabe), Verpackungsformaten und Verpackungsdesign für Recycling oder Kompostierung.
- Klima: Einige Änderungen im Abschnitt „Energiebezogene Aktivitäten“ (betreffend Energieverbrauch und -einkauf)
- Anpassung und Umfassendere Daten darüber, wie Organisationen auf physische Umweltrisiken reagieren.
Die offiziellen Änderungen am Fragebogen für 2026 finden Sie hier: Preparing for CDP’s 2026 disclosure cycle (Stand: Februar 2026).
Wichtige Essential Criteria (EC) Updates 2026
Im Jahr 2026 führt das CDP keine gänzlich neuen Essentials (Kernkriterien) ein, setzt jedoch mehrere Revisionen um, um bestehende Anforderungen zu präzisieren und die aktualisierte Struktur des Fragebogens widerzuspiegeln. Diese Basisanforderungen gewährleisten einen konsistenten Mindeststandard für Transparenz und ökologische Verantwortung über alle Scoring-Stufen hinweg.
- Klimawandel (EC-CC1 & EC-CC2): Organisationen (einschließlich Finanzdienstleistungen) müssen ab sofort die Qualität ihrer Prozesse zur Identifizierung und Steuerung von Umweltrisiken bewerten, um für ein Scoring auf Leadership-Ebene infrage zu kommen.
- Vorstandsvergütung (EC-CC4): Es wird eine neue Ausnahmeregelung für Organisationen (z. B. staatliche Unternehmen) eingeführt, die aufgrund rechtlicher Beschränkungen in ihren jeweiligen Jurisdiktionen keine Anreizsysteme für Führungskräfte anbieten können.
- Erweiterter Umfang für Wald-Rohstoffe (EC-F12): Die Essentials für Ausschlüsse, Herkunft, Ziele und Rückverfolgbarkeit gelten nun auch für Kakao, Kaffee und Kautschuk, wodurch diese mit den vier bisher bewerteten Rohstoffen gleichgezogen werden.
- Offenlegungsschwelle für Forstwirtschaft (EC-F3): Um mehr Flexibilität für Rohstoffe zu bieten, die am Anfang ihrer Berichterstattung stehen, wurde der Schwellenwert für den Ausschluss eines Rohstoffs aufgrund geringer Volumina von 1 % auf 5 % angehoben.
- Fokus auf Risikobewertung (EC-F4 & EC-W5): Sowohl für den Bereich Entwaldung als auch für Wassersicherheit wurden Kriterien zu spezifischen Risikoarten und Tools entfernt. Dies soll Organisationen dazu ermutigen, sich auf qualitativ hochwertige Bewertungen über die gesamte Wertschöpfungskette und verschiedene Zeithorizonte hinweg zu konzentrieren.
- Tailings Dams / Rückhaltebecken (EC-W3/EC-W4): Die Kriterien für die Sektoren Kohle sowie Metalle & Bergbau wurden überarbeitet. Um die Vergleichbarkeit der Daten zu verbessern, müssen spezifische Angaben nun in neuen Datenspalten statt in Textfeldern gemacht werden.
Praktische Tipps für eine effiziente Beantwortung des CDP-Fragebogens in 2026
1. Frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen
Die Beantwortung des CDP-Fragebogens erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen. Auch wenn die Einreichung erst Mitte September fällig ist, sollte der Vorbereitungsprozess frühzeitig starten. Eine strukturierte Planung hilft, Engpässe zu vermeiden und die Datenqualität zu verbessern.
A) Gap-Analyse: Wo gab es Lücken oder Probleme beim letzten CDP-Scoring?
Bevor Unternehmen mit der Datenerhebung beginnen, lohnt sich ein detaillierter Blick auf den zuletzt eingereichten Fragebogen und das CDP-Scoring. Wichtige Schritte:
- Bewertung der Vorjahresantworten: Welche Fragen wurden nur teilweise oder unzureichend beantwortet?
- Scoring-Analyse: Welche Aspekte haben zur Punktzahl beigetragen oder Abzüge verursacht?
- Vergleich mit aktuellen CDP-Anforderungen: Gibt es neue Schwerpunkte oder strengere Bewertungskriterien?
- Optimierungspotenziale identifizieren: Wo können Prozesse oder Datenqualität verbessert werden?
Unternehmen, die eine bessere Bewertung anstreben, sollten besonders auf Bereiche achten, in denen sie im letzten Jahr keine oder nur begrenzte Punkte erhalten haben – beispielsweise in der Klimastrategie oder der Verifikation von Emissionsdaten. Als CDP Accredited Solutions Provider kennen wir typische Schwachstellen im Scoring und können gezielt bei der Optimierung unterstützen sowie die Neuigkeiten im Jahr 2026 entsprechend berücksichtigen.
B) ESG-Daten sammeln & aktualisieren
Die ESG-Datenerhebung gehört zu den zeitintensivsten Schritten im CDP-Prozess. Besonders herausfordernd ist die Sammlung konsistenter und geprüfter Daten aus verschiedenen Unternehmensbereichen und externen Quellen:
- Relevante Datenquellen identifizieren: Welche Systeme (z. B. Energieberichte, Nachhaltigkeitsplattformen) enthalten benötigte Informationen?
- Scope-1, Scope-2 und Scope-3-Emissionen berechnen: Für viele Unternehmen wird die Erfassung und Validierung von Scope-3-Emissionen (indirekte Emissionen aus der Lieferkette) zur größten Herausforderung.
- Nachhaltigkeitskennzahlen standardisieren: Einheitliche Definitionen und Messmethoden erleichtern die Berichterstattung und verhindern Inkonsistenzen.
- Essential Criteria beachten: CDP gibt für verschiedene Fragen Mindestanforderungen vor, die Unternehmen erfüllen müssen, um Punkte zu erhalten. Beispielsweise erfordert eine Antwort zur Klimastrategie oft detaillierte Angaben zu Zielen, Maßnahmen und Fortschrittsmessung.
Tipp: Unternehmen mit komplexen Lieferketten sollten frühzeitig Kontakt zu Zulieferern aufnehmen, um notwendige Daten zur Scope-3-Bilanzierung zu erhalten.
C) Dokumente & Belege zusammentragen
CDP legt großen Wert auf die Verifizierung und Nachvollziehbarkeit der eingereichten Informationen. Daher ist es entscheidend, relevante Dokumente und Nachweise frühzeitig zusammenzustellen:
- Strategien & Richtlinien: Klimastrategie, Emissionsreduktionsziele, ESG-Richtlinien
- Zertifikate & Berichte: ISO-Standards, TÜV-Berichte, Science Based Targets (SBTi) Validierungen
- Risikobewertungen: Szenarioanalysen zu Klimarisiken, Lieferkettenrisiken, physische und transitorische Klimarisiken
- Verifizierte Emissionsdaten: Externe Prüfberichte für Scope-1, Scope-2 und idealerweise Scope-3
Besonders für Unternehmen, die eine CDP A-Bewertung anstreben, ist es wichtig, externe Verifizierungen vorweisen zu können. Ab 2024 ist die vollständige Verifikation von Scope-1- und Scope-2-Emissionen verpflichtend – wer eine A-Note erreichen möchte, muss zudem mindestens eine Scope-3-Kategorie extern prüfen lassen.
2. Wichtige Fristen im Blick behalten
CDP setzt eine einheitliche Deadline für alle Unternehmen fest. Auch wenn das genaue Datum für 2025 noch nicht veröffentlicht wurde, liegt die Frist in der Woche vom 15. September 2025.
Tipp: Planen Sie einen Sanity-Check 2-4 Wochen vor der Abgabe ein, um Fehler zu vermeiden!

3. Die häufigsten Fallstricke vermeiden
Viele Unternehmen verlieren wertvolle Punkte durch vermeidbare Fehler im Fragebogen. Achten Sie besonders auf folgende Stolpersteine:
- Nicht ausgefüllte Tabellen: Tabellen müssen vollständig ausgefüllt sein, sonst bleiben sie als „in Bearbeitung“ markiert.
- Korrekte Einheiten nutzen: Prüfen Sie, ob Ihre internen Daten mit den CDP-Vorgaben übereinstimmen.
- Antwortlogik beachten: Folgefragen können sich aktivieren, wenn Sie bestimmte Antworten geben.
Tipp: CDP wird verstärkt prüfen, ob Angaben zu klimabezogenen Risiken mit Finanzberichten und Nachhaltigkeitsstrategien übereinstimmen.
4. CDP-Guidance effektiv nutzen
CDP stellt ausführliche Leitfäden zu den einzelnen Fragekategorien bereit. Diese Guides helfen dabei, die Anforderungen besser zu verstehen und Antworten korrekt zu formulieren. Hier geht es zu den Leitfäden vom CDP Helpdesk.
Warum eine ESG-Software den CDP-Prozess erleichtert
Die Beantwortung des CDP-Fragebogens ist aufwendig und erfordert eine präzise sowie konsistente Datenerfassung. Die Collaborative Proof Plattform von Sunhat unterstützt Unternehmen dabei, diesen Prozess effizienter zu gestalten und den Arbeitsaufwand deutlich zu reduzieren.
1. Automatisierte Datenverarbeitung & intelligente Verknüpfung
- Daten & Antworten für verschiedene Frameworks nutzen: Sunhat ermöglicht es, Antworten aus einem ESG-Framework, wie CDP oder ESRS, auch in anderen Frameworks mit ähnlichen Fragestellungen zu nutzen. Dadurch können bestehende Informationen gezielt wiederverwendet und doppelte Dateneingaben vermieden werden.
- Tagging & Suchfunktion: Durch die gezielte Verschlagwortung von Antworten können relevante Inhalte in kürzester Zeit gefunden und effizient genutzt werden.
2. Optimierte Zusammenarbeit & Fehlerreduktion
- Projektmanagement-Funktionen: Aufgaben lassen sich klar zuweisen, Fortschritte nachverfolgen und Fehler durch ein strukturiertes System vermeiden – ohne aufwendige Abstimmungen per E-Mail.
- Versionierung & Datenhistorie: Bereits abgegebene Antworten werden gespeichert und können für zukünftige Berichtszyklen nachverfolgt und angepasst werden.
Mit Sunhat als CDP Accredited Solutions Provider können Sie den CDP-Prozess strukturierter und zeitsparender gestalten, Redundanzen vermeiden und Ihre ESG-Berichterstattung nachhaltig optimieren.
Jetzt vorbereiten & Fristen im Blick behalten!
Schluss mit Chaos. Einfach nachweisen.
Ihr nächster Kundenfragebogen, Rating oder Audit muss kein "Feuerwehreinsatz" mehr sein. Setzen Sie auf Sunhat´s Collaborative Proof Platform.

Häufig gestellte Fragen
Der CDP-Fragebogen 2026 ist für große Unternehmen relefant, die entweder zur Teilnahme eingeladen werden oder freiwillig teilnehmen möchten. Besonders betroffen sind börsennotierte Unternehmen, Unternehmen aus ressourcenintensiven Branchen (wie Energie, Chemie und Automobilindustrie) sowie Unternehmen mit bedeutenden Umweltauswirkungen. Zudem können Unternehmen, die auf nachhaltige Investitionen abzielen, ebenfalls zur Teilnahme verpflichtet sein.
Der CDP-Fragebogen für 2026 führt ein neues Modul zur Offenlegung von Meeresdaten ein, erweitert die Bewertung von Entwaldung um Kakao, Kaffee und Kautschuk und ermöglicht es SMEs erstmals, den Status „A List“ zu erreichen.
Die Frist für die Abgabe des CDP-Fragebogens 2025 liegt in der Woche vom 14. September, ein genaues Datum wird noch bekannt gegeben.
Scope-1-Emissionen entstehen direkt im Unternehmen, Scope-2-Emissionen durch den Stromverbrauch, und Scope-3-Emissionen umfassen die gesamte Lieferkette und externe Aktivitäten.

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